Juleica

Qualifikation

Die Juleica bürgt für Qualität: Jede-r Juleica-Inhaber-in hat eine Ausbildung

nach festgeschriebenen Standards absolviert. Neben den bundesweiten

Mindestanforderungen, die von der Jugendministerkonferenz 2009

beschlossen worden sind, hat jedes Bundesland ergänzende Qualitätsstandards,

die z.B. die Dauer der Ausbildung regeln (bundesweit mind. 30 Stunden,

in einigen Bundesländern bis zu 50 Stunden).

 

Zu den vorgeschriebenen Inhalten der Juleica-Ausbildung gehören
(Beschluss der Jugendministerkonferenz 2009):

 

• Aufgaben und Funktionen des Jugendleiters/der Jugendleiterin und Befähigung

zur Leitung von Gruppen,

• Ziele, Methoden und Aufgaben der Jugendarbeit,

• Rechts- und Organisationsfragen der Jugendarbeit,

• psychologische und pädagogische Grundlagen für die Arbeit mit Kindern

und Jugendlichen,

• Gefährdungstatbestände des Jugendalters und Fragen des Kinder- und

Jugendschutzes.

• Darüber hinaus wird empfohlen, aktuelle Themen des Jugendalters und

der Jugendarbeit wie Partizipation, Geschlechterrollen und Gender

Mainstreaming, Migrationshintergrund und interkulturelle Kompetenz,

internationaler Jugendaustausch und auch verbandsspezifische Themen zum Bestandteil von Ausbildungsstandards zu machen.

Zusätzlich wird bei der Beantragung der Juleica der Nachweis über die

Teilnahme an einer Erste-Hilfe-Ausbildung verlangt.

Für die Jugendarbeit gibt es mit der Juleica eine qualitativ hochwertige

Ausbildung für Ehrenamtliche – eine vergleichbares Qualifikationsinstrument

für Ehrenamtliche gibt es in kaum einem anderen Bereich des

ehrenamtlichen Engagements.

Der Antrag auf Ausstellung der Juleica muss von dem Träger (Jugendverband,

Jugendring oder Jugendinitiative) geprüft und befürwortet werden.

Im Rahmen dieser Prüfung müssen sich die Träger auch versichern, dass

die/der Antragsteller-in über die notwendige geistige Reife verfügt, um die

verantwortungsvolle Aufgabe gut auszuüben. Jugendleiter-innen müssen

mindestens 16 Jahre alt sein.

Die Eltern können also ganz beruhigt ihr Kind an den verschiedenen Angeboten

der Jugendarbeit teilnehmen lassen, wenn die Betreuer-innen die

Juleica besitzen.

Bei den meisten Jugendverbänden in Deutschland ist die Juleica (bzw. wenigestens

die Teilnahme an einer Juleica-Ausbildung) die Voraussetzung

dafür, dass junge Menschen selber verantwortlich eine Jugendgruppe leiten

oder eine Ferienfreizeit betreuen dürfen.

Die Juleica ist maximal drei Jahre gültig. Anschließend kann sie erneut beantragt

werden, wenn die/der Jugendleiter-in die Teilnahmen an einer

Fortbildung nachweisen kann.

 

Legitimation

Die Juleica legitimiert die Inhaber-innen auch gegenüber öffentlichen Stellen,

wie z.B. Informations- und Beratungsstellen, Jugendeinrichtungen, Polizei

und Konsulaten.

Diese Einrichtungen sind aufgefordert, die ehrenamtlichen Jugendleiterinnen

in Notsituationen und bei Problemen zu unterstützen und fachlich

zu beraten.

 
Gesellschaftliche Anerkennung & Vergünstigungen

 

Jugendleiter-innen engagieren sich ehrenamtlich: Für ihre Tätigkeit erhalten

sie i.d.R. keinen Cent. Als kleines Dankeschön für ihr Engagement sind

daher mit der Juleica auch einige Vergünstigungen verbunden. Welche es

vor Ort gibt, ist regional sehr unterschiedlich. Die Palette der Vergünstigungen

reicht vom kostenlosen Eintritt ins Schwimmbad bis hin zu Ermäßigungen

beim Kino-Besuch. Bundesweit gibt es zz. ca. 2.700 Vergünstigungen,

die auf juleica.de eingetragen wurden.

Beantragung der Juleica

Seit dem 01.04.2009 wird die Juleica online beantragt. Der Online-Antrag

ist auf www.juleica.de zu finden.

 
Statistik

 

Bundesweit gibt es über 100.000 Ehrenamtliche in der Jugendarbeit, die

eine gültige Juleica besitzen. Viele weitere Jugendleiter-innen haben zwar

die Ausbildung absolviert, aber die Juleica nicht beantragt. Die meisten

Jugendleiter-innen (über 60%) sind zwischen 16 und 25 Jahren alt.

Diese Jugendleiter-innen ermöglichen über 95% aller Angebote der Jugendarbeit:

Jahr für Jahr betreuen sie über 50.000 Ferienfreizeiten,

ebenso viele Seminare, ungezählte Gruppenstunden und weitere Aktionen.

Dadurch tragen sie ganz wesentlich dazu bei, dass es bundesweit ein abwechslungsreiches, nicht kommerzielles Freizeit- und Bildungsangebot für

Kinder und Jugendliche gibt.

 

Für Fragen zu den Landesregelungen steht euch zur Verfügung:

 

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Landesjugendamt Saarland
Herr Jürgen Kallenborn
Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken
fon 0681-501 2080

E-Mail:  saarland(at)juleica-antrag.de